Premium ist das neue Standard – mit diesem Slogan wirbt HONOR ihre Flaggschiffe HONOR 20 und 20 Pro an. Das HONOR 20 Pro haben wir bereits für euch unter die Lupe genommen. Ich hatte die letzten Monate ausreichend Zeit, mir den “kleineren Bruder” davon anzuschauen.

Während ich bislang immer auf ein OnePlus oder Google Pixel Gerät zurückgegriffen habe, konnte ich nun meine ersten Erfahrungen mit einem HONOR Flaggschiff Smartphone machen. Im Tablet-Segment konnte ich bisher Erfahrungen mit meinem Huawei MediaPad M3 machen – und allgemein bin ich technikbegeistert.

Ein riesen Dank für die Bereitstellung des Smartphones geht an HONOR Deutschland.

Meine Anforderungen an das HONOR 20 waren sehr hoch – das System muss stabil laufen, aufgeräumt sein und der Akku soll den ganzen Tag halten. Aber genug erstmal zu mir – ihr seid hier, um das Ergebnis meines ausführlichen Tests zum HONOR 20 zu erfahren.

Zur Übersichtlichkeit wurde der Test in folgende Punkte aufgeteilt:

  1. Unboxing und technische Spezifikationen
  2. Design & Verarbeitung
  3. Hardware & Software
  4. Kamera
  5. Konnektivität
  6. Akku-Laufzeit
  7. Preis & Verfügbarkeit
  8. Fazit

Unboxing und technische Spezifikationen

Die einfache elegante weiße Box strahlt uns förmlich an und die farbenreiche Aufschrift HONOR 20 mit einem Bild des Geräts zeigen mir bereits, dass es sich hier um ein interessantes Gerät handelt.

Solltet ihr unser Live Unboxing verpasst haben, könnt ihr euch den Stream von Dominik hier gerne nochmals anschauen:

++ HONOR 20 Live Unboxing ++

Ich werde dennoch kurz darauf eingehen, was ihr alles in der Verpackung des HONOR 20 vorfindet:

  • HONOR 20 Smartphone inkl. vorangebrachte Displayschutzfolie
  • HONOR 20 Silikon Schutzhülle
  • USB Type-C SuperCharge Ladekabel
  • HUAWEI SuperCharge Netzteil
  • USB-C auf 3,5mm Klinkenadapter
  • Headset (nicht in der Verpackung (Pressesample), auf der offiziellen Seite aufgelistet)

Mit dem HONOR 20 bekommen wir ein umfangreiches Bundle. Vor allem die Displayschutzfolie und Schutzhülle geben ein startklares Paket ab. Auch die technischen Daten sind sehr vielversprechend, hier eine kurze Übersicht aller nennenswerten Komponenten:

  • Betriebsystem: Android 9 (Pie) + Magic UI 2.1.0 (Rollout auf Android 10 / Magic UI 3.0)
  • Farben: Midnight Black, Sapphire Blue
  • Display 6,26 Zoll, All View Display mit einer Auflösung von 2340×1080 pixel (Full HD+), 412 Pixel pro Zoll
  • CPU: Huawei Kirin 980 7nm, Octa-Core (2×2.6GHz Cortex-A76 + 2×1,92GHz Cortex-A76 + 4×1,8GHz Cortex-A55)
  • GPU Mali-G76 MP10
  • Akku: 3750 mAh
  • Kamera: 48MP AI Quad Hauptkamera (Sony IMX586); 32MP Selfie Kamera
  • Speicher: 6GB RAM und 128GB interner Speicher (nicht erweiterbar)
  • Sonstiges: Punch-Hole Frontkamera, Fingerabdrucksensor, Dual-SIM, keine Speichererweiterung, NFC, Bluetooth 5.0, USB Type-C 2.0, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac (2,4GHz & 5GHz)

Design & Verarbeitung

Im Punkt Design ist das HONOR 20 und HONOR 20 Pro nahezu identisch. Andere Farben und ein anderes Kamera / Blitz Layout unterscheiden die zwei Geschwister, auf den ersten Blick, voneinander – hierzu aber gleich mehr.

Vorderseite

Das HONOR in Bezug auf Design der Frontseite kaum Änderungen zulässt, erkennt man sofort. Würden wir die drei Geräte HONOR 20, 20 Pro und das View 20 nebeneinanderlegen, erkennt man auf der Vorderseite erst einmal keinen Unterschied. Die Punch-Hole befindet sich links oben. Die Entscheidung beim Punch-Hole zu bleiben gefällt mir sehr gut, da ich kein großer Freund von der Notch bin.

Viel Platz gibt es auch noch, das sogenannte Display zu Gehäuse Verhältnis liegt bei rund 85 %. Die Größe von 6,26 Zoll und eine Auflösung von 2340 x 1080 Pixel lassen das Gerät angenehm in der Hand halten und geben aufgrund der großen Auflösung dennoch viel Platz her.

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HONOR 20 Display

Rückseite

Ein Punkt, der mir nicht gefällt ist die große Kamerafläche. Durch die Erhöhung ist die Verwendung des Gerätes ohne eine Hülle sehr unpraktisch. Das Gerät liegt ständig in einer Schräglage und das Glas kann dadurch ebenfalls beschädigt werden. Mein Testgerät kam in der Farbe Midnight Black, für mich eine sehr schicke neutrale Farbe. Im Dunkeln ist die Farbe nahezu schwarz, doch sobald Licht einbricht, ändert sich die Farbe in ein dunkles Navyblau. Bei diesen Geräten ist eine transparente Hülle beinahe Pflicht – zu schade wäre es doch, die Farben des Gerätes zu verstecken.

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HONOR 20 Kamera

Es bleibt zu hoffen, dass die nächste Generation schlanker wird oder vom Gehäuse so angepasst ist, dass die Kamera nicht so heraussteht. Um dieses Problem jedoch umgehen zu können, hat HONOR dementsprechend vorgesorgt und liefert deshalb eine vorangebrachte Displayschutzfolie sowie eine transparente Hülle mit. Ein “Luxus”, welcher nicht unbedingt bei jedem Hersteller geboten wird.

Rahmen

Der Aluminiumrahmen kommt in der gleichen Farbe wie auf die Rückseite, dadurch fühlt sich das Gerät rundum elegant an und wirkt sehr hochwertig. Informiert man sich nicht genau über die Materialien des Rahmens, könnte man auch schnell von edel glänzendem Edelstahl ausgehen.

Die obere Seite ist mit einem Mikrofon und einem zum Verwechseln ähnlichen IR-Blaster ausgestattet. Wir haben bei HONOR diesbezüglich angefragt und als Antwort erhalten, dass es sich nicht um eine IR Schnittstelle handelt. Vielmehr ist es ein Sensor, welcher Helfen soll, während eines Telefonats das Display auszuschalten. Eine für mich sehr nervige Problematik, die ich von alten Modellen zu gut kenne. Oft genug habe ich während der Telefonie aus Versehen das Gespräch beendet, da meine Wange den Auflegen-Knopf betätigt hat. Tatsächlich ist mir dies mit dem HONOR 20 noch kein einziges Mal passiert und ich telefoniere sehr viel am Tag. Also ein Sensor der sich schon für mich bezahlbar macht und seinen Job erledigt. Von vorherigen Modelle kennt man dennoch den IR Blaster, worauf ich ursprünglich sehr gespannt war.

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HONOR 20 Seitenleiste

Weiter geht es an der rechten Seite – hier befinden sich die Lautstärkeregler sowie der Fingerabdrucksensor, welcher gleichzeitig als Ein-/Ausschalter dient. Auf das Thema Fingerabdruck werde ich später eingehen, da es sehr viel zu erzählen gibt.

Auf der unteren Seite gibt es wie gewohnt den Lautsprecher, der universelle USB-C Anschluss und ein Mikrofon. Für manch einer fehlt hier der 3,5 Klinkenanschluss, auch wenn sich dieser aktuell im Abwärtstrend befindet. Ich persönlich gehöre mittlerweile zu denen, die hauptsächlich ihren Audioausgang über Bluetooth gewählt haben. Verständlich ist es jedoch, dass einige auf ihren Anschluss bestehen und den Einsatz eines Adapters für keine perfekte Lösung halten (Musik hören und gleichzeitig aufladen, funktioniert so nicht).

Die linke Seite ist beinahe unberührt, hier vertritt lediglich der Dual-SIM Slot die Seite.

Soweit alles zu dem Design des Gerätes – Allgemein finde ich das Gerät sehr schick und hochwertig. Die Vorder- und Rückseite fühlen sich durch das Glas sehr angenehm an und es lässt sich angenehm in einer Hand halten. Trotzdem bevorzuge ich das Gerät geschützt mit Displayschutzfolie und Schutzhülle. Gut, dass ich beides direkt vom Hersteller bekomme und dann auch noch mit einer guten Qualität. Die Folie hat zwar seine leichten Kratzer abbekommen, ist jedoch nicht ein einziges Mal abgegangen oder hat sich abgelöst. Die Schutzhülle erledigt anstandslos ihren Job, für mich könnte das Case allerdings ein kleines bisschen dicker sein, da die Kamera gefühlt mit der Hülle auf einer Höhe liegen.

Hardware & Software

CPU und Grafik

Wie in den technischen Daten beschrieben stattet HONOR das Gerät mit einem aus eigenen Haus entwickelten Kirin 980 SoC (System-on-Chip) aus. Die Recheneinheit feierte ihr Debüt im August 2018 und wurde erstmals mit dem HONOR View 20 im Dezember ausgestattet, weshalb der SoC meines Erachtens für heutige Verhältnisse vollkommen ausreicht.

Das Wechseln zwischen Apps, die gleichzeitige Verwendung zweier Apps oder die Betriebsdauer von über 200h lässt sich das Gerät kaum anmerken. Die Betriebsdauer wäre auch deutlich höher, hätte ich die diversen Sicherheitsupdates oder die Beta von Android 10 nicht installiert, die einen Neustart zwingend voraussetzen.
Anspruchsvolle Spiele oder für diesen Fall ausgeführte Benchmarks haben das Gerät nicht in die Knie zwingen können. Natürlich ruckelt die Menüführung, während des Benchmark-Tests, aber viel wichtiger ist es, dass das Gerät weder heiß noch laut wurde.

Am Grafikchip hat HONOR ebenfalls nichts geändert. Das HONOR 20 teilt sich auch den gleichen Chip wie mit dem Pro Modell oder dem View20. Und auch hier zeigt sich, dass es nicht zwingend notwendig ist für jedes Modell eine neue Reihe zu präsentieren. Stattdessen wurde mit der neuen Reihe der GPU Turbo 3.0 eingeführt. Hierbei handelt es sich um eine Technologie, die ausgewählte Spiele auf die Hardware abstimmt und anschließend die beste Geschwindigkeit herausholen und gleichzeitig den Akku schonen soll.
Das habe ich auch getestet und habe mich für die GPU Turbo Spiele auf Fortnite und Real Racing 3 festgelegt. Als drittes Spiel habe ich mich für das Kartenspiel Hearthstone entschieden, da es bei mir im Alltag als netter Zeitvertreib öfters verwendet wird.

Einen riesen Dank geht an unseren Partner GameBench, mit deren Software wir professionell unsere Gaming Performance Tests auswerten, aufzeichnen und analysieren können.
Solltet ihr auch Lust bekommen mal eure Spiele Performance auf Datenbasis analysieren zu können, schaut euch die kostenfreie Community Version an.

Wie ihr sehen könnt, kann das HONOR 20 problemlos die Spielleistung halten und wir bewegen uns in den 30 bzw. 60 FPS Bereich konstant. Eine Bemerkung noch von meiner Seite: Während dem von mir durchgeführten Test musste ich kein einziges Mal umgreifen oder Angst bekommen, dass meine Finger verbrennen. Das Gerät ist angenehm warm geworden, konnte allerdings zu keinem Zeitpunkt überhitzen.

Auch mein diesjähriger Urlaub in Griechenland konnte das Gerät problemlos überstehen. Kälte ist ebenfalls kein Thema, die aktuelle Herbst-/Winterkälte überfordert das Gerät kein bisschen.

Speicherkapazität

Erhältlich ist das HONOR 20 aktuell in der Variante mit 6GB RAM und 128GB internen Speicher. Reichen die Kapazitäten nicht aus, solltet ihr den Blick auf das HONOR 20 Pro werfen, welches mit 8GB RAM und 256GB Speicher ausgestattet ist.

Honor_20_Test_Speicher

Für mich sind 128GB interner Speicher vollkommen ausreichend – So sind meine Speicherfresser hauptsächlich genutzte Streaming Dienste wie Spotify und Netflix. Hinzu kommen eine Vielzahl an installierten Spiele, die ich für diesen Test getestet und entdeckt habe. Speicherprobleme gibt es trotzdem nicht, für mich ist noch genügend über.

Die 6GB RAM haben mich bisher auch nicht im Stich gelassen, sodass ein Upgrade auf 8GB wirklich fragwürdig sind? Meiner Meinung nach definitiv.

Die 6GB sind vollkommen ausreichend und ich hatte bisher weder Ruckler noch sonstige Anzeichen feststellen können, die mir das Gefühl geben, ein Gerät mit zu wenig Speicherressourcen zu nutzen. Aber vielleicht habt ihr ein Beispiel, wo die 8GB notwendig werden? Schreibt es uns gerne in die Kommentare.

Wichtiger als der Arbeitsspeicher ist für mich der interne Speicher, deshalb sollten die Hersteller auch darauf zukünftig mehr Fokus legen. Entweder bietet man die Möglichkeit, das Modell mit unterschiedlichen Speichermodellen anzubieten oder man erweitert seinen Speicher über ein externes Medium (microSD oder NM Card). Der letzte Punkt ist leider bei vielen heutigen Geräten nicht möglich, was ich sehr schade finde. Zwar reicht mir persönlich der Platz, aber die Möglichkeit den Speicher jederzeit zu erweitern, ist trotzdem von Vorteil. Hinzu kommt die Überlegung, wie produktiv die Arbeit an mobilen Geräten zukünftig noch zunimmt. Die Idee, einen Hybrid Slot innerhalb des SIM Slots zu verwenden, könnte ich mir weiterhin gut vorstellen. So besteht die Möglichkeit entweder zwei SIM Karten oder eine SIM Karte plus eine Speichererweiterung zu benutzen. Natürlich müsste man sich entscheiden, aber dafür würde es keinen extra Anschluss geben und der Hersteller könnte das Design wie bisher belassen.

Display

Ich habe bereits in den technischen Daten aufgelistet, welche Komponenten verbaut wurden. Da ich zum ersten Mal mit einem Punch-Hole Erfahrungen sammeln konnte, komme ich nochmals auf das Thema Display zurück. Verbaut wurde hier ein 6,26 Zoll LCD Display mit einer Auflösung von 2340×1080 FHD+. Wer ein wenig Akku sparen möchte, kann über die Einstellungen der Bildschirmauflösung auf eine niedrige Auflösung von 1580×720 HD+ umstellen. Zwar wird das Bild nicht mehr so scharf dargestellt, jedoch spart man dadurch sicherlich den ein oder anderen Prozent des Akkus.

Auch wenn HONOR keine OLED Technik verbaut hat, gefällt mir das Display sehr gut. Es gibt ein gestochen scharfes Bild wieder, reagiert sehr präzise auf Eingaben und die Punch-Hole in der obereren linken Ecke, welche die Frontkamera versteckt, stört mich kaum bis gar nicht. Wem die Integration des Punch-Holes nicht gefällt, kann auf eine klassische Statusleiste (schwarzer Balken) zurückgreifen. Dadurch entsteht ein großer Displayrand, wie wir ihn beispielsweise bis zum Samsung Galaxy S9 gekannt haben.

Was mir negativ aufgefallen ist, ist die Verwendung des Punch-Holes bei bestimmten Apps. Es gibt durchaus Apps, in welchen das Punch-Hole über einem Button liegt. Ich konnte den Button jederzeit erreichen, indem ich auf die Kamera drücke. Sollte dies jedoch nicht gehen, kann man jeder Zeit Ausnahmen definieren, sodass die gewünschte App mit einer klassischen Statusleiste gestartet wird. Für mich ein super Workaround und Kompromiss, welcher vom Hersteller angeboten wird.

Zusammengefasst kann ich mich über das Display nicht beschweren. Natürlich ist es kein Vergleich zu einem farbenfrohen OLED Display, welches mit dem bevorstehenden Dark Mode in Android 10 sogar noch Akku sparen könnte.
Probleme mit der Helligkeit durch hohe Sonneneinstrahlung gibt es ebenfalls keine, hier kann man auf höchster Stufe alles problemlos ablesen.

Fingerabdruck

Kommen wir zu einer der größten Stärke des Geräts – der Fingerabdruck Sensor. Der Fingerabdruck ist extrem zuverlässig und wenn nicht sogar die schnellste Lösung auf dem Markt. Kombiniert man die Entsperrung mit der Gesichtserkennung, wird man gefühlt nie wieder ein Muster-, Pin- oder Passwortfeld zu sehen bekommen. Im Test war die Entsperrung so überzeugend, dass ich Anfangs Kontrollen durchführen musste, ob mein Gerät überhaupt gesichert ist. Ein Hindernis ergab jedoch die Position des Sensors für mich. Da ich Linkshänder bin, komme ich schwer an den Sensor ran. Dieser befindet sich auf der rechten Seite des Geräts, somit ein perfekter Griff für alle Rechtshänder. 
Ich kann jedoch jeden Linkshänder beruhigen – nach einigen Tagen habe ich mich daran gewöhnen können, mit der Spitze meines linken Zeigefingers zu entsperren und das klappt auch soweit gut. 
Eine Alternative wäre die Anbringung des Sensors auf der Rückseite. Wobei hier ein Nachteil entsteht, wenn man versucht, das Gerät auf einer Oberfläche liegend zu entsperren. Bleibt für mich die einzige Option, den Sensor im Bildschirm einzubauen. Andere Hersteller zeigen, dass es geht – ein weiteres Argument für HONOR, ebenfalls OLED Displays einzusetzen.

Sound

Wo HONOR beim Fingerabdruck mehr als überdurchschnittlich überzeugen kann, fehlt es an Sound. Zwar ist der Lautsprecher auf der unteren Seite in Ordnung, ich konnte kein Kratzen oder sonstiges hören. Jedoch sehe ich mich oft in Situationen, wo ich den Lautsprecher mit einem Körperteil zuhalte, sei es im Liegen auf der Couch oder mit meinem Handballen während ich das Gerät im Querformat halte. Ich erinnere mich noch daran, als das damalige Google Nexus 6 erschien und einer der Ersten war, die die Lautsprecher auf der Vorderseite angebracht haben. Dadurch konnte man diese nicht aus Versehen zuhalten und der Sound hat immer in Richtung des Benutzers gezeigt.

Was ich jedoch sehr an dem Gerät schätze ist die Telefonie. Da ich beruflich sehr viel telefoniere, konnte ich die Lautsprecher täglich testen und kann als Fazit sagen, die Personen klar und deutlich verstehen zu können.

Wer den Klinkeneingang sucht, wird sehr lange suchen müssen. Immer mehr Hersteller verzichten auf den klassischen Audio Ausgang. Für mich ist das kein Problem, da ich seit Jahren auf Bluetooth Kopfhörer setze.

Magic UI

Kommen wir zu meiner Königsdisziplin, das Betriebssystem bzw. die Oberfläche Magic UI 2.1. Meine Anforderung waren, wie Angangs angesprochen, sehr hoch.
Ob mir das System aus dem Hause HONOR gefällt und meinem gewohnten, sauberen und stabilem System von Google das Wasser reichen kann?

Angefangen habe ich mit der Magic UI Version 2.1 auf Basis von Android 9 (Pie). In der Zwischenzeit erschien das Beta Programm sowie der Pre-Release für Magic UI 3.0, welches auf Android 10 basiert. Ich werde also auch berichten, worauf wir uns freuen können bzw. welche Optimierungen mir vielleicht nochmals einen Pluspunkt eingefahren haben.

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HONOR 20 Magic UI 3

Aber fangen wir von vorne an. Ich schreibe von Magic UI, aber was ist das genau? Magic UI ist der neue Name der Benutzeroberfläche von HONOR und ist eine Abspaltung von Huaweis Benutzeroberfläche EMUI. Zwar sind sich die Oberflächen aktuell noch sehr ähnlich, dennoch besteht die Möglichkeit, in Zukunft die ein oder anderen Stärken der jeweiligen Zielgruppen zu optimieren.
Die Basis bleibt dennoch identisch und so kann HONOR mit der Stärke von Huawei und der Eigenkreation in die Zukunft starten.

Bei der Ersteinrichtung fiel mir direkt auf, dass das System sehr aufgeräumt wirkt. Spuren von aufdringlicher Bloatware (vorinstallierte Drittanbieter Apps) spielen bei HONOR nur bedingt eine Rolle. So werden Standard Google Apps, HONOR / HUAWEI eigene Anwendungen (Huawei Mobile Services) sowie die ein oder andere Drittanbieter App (z.B. Booking oder eBay) vorinstalliert. Für mich ein großer Pluspunkt, da sich das Sortiment sehr dünn gestaltet und man diese Anwendungen inkl. verschiedener HONOR eigener Apps von dem System deinstallieren kann.

Begrüßt wurde ich bei der Einrichtung mit der neuen “Gestensteuerung” Funktion. Anfangs war ich erst abgeneigt – der Mensch ist schließlich ein Gewohnheitstier. Erst als ich die Empfehlung von Dominik bekommen habe, mich einmal darauf einzulassen und es zu testen, verflog die Abneigung in Kürze! Eine detaillierte Beschreibung sowie das aktive Tutorial helfen bei der Einführung enorm. Die Gestensteuerung löst alle bisherigen Tasten, welche man von Android aus der Navigationsbar kennt (Zurück, Home, Appverlauf) ab und gibt dadurch den Platz für mehr Bildschirm frei.
Ich kann den kompletten Bildschirm benutzen und verliere nur einen sehr kleinen Anteil für die Frontkamera. Die Steuerung funktioniert sehr gut, wenn auch manchmal sogar zu gut. Ich werde sie dennoch nie wieder missen müssen, um die altbekannte, klassische Bedienung nutzen zu müssen.

Um die Problematik zu verstehen, erkläre ich kurz die Gestenbefehle als Ersatz für bisherige Software Buttons:

  • Zurück: vom linken oder rechen Rand in Richtung Mitte ziehen
  • Home: vom unteren Rand in die Mitte ziehen
  • Appverlauf: vom untern Rand in die Mitte ziehen und auf Multitasking Ansicht warten

Nun zu meinem Problem: Bewege ich mich in der Google Play Store App, öffnet man die Seitenleiste mit der gleichen Gestensteuerung wie die HONOR eigene Zurück-Geste – vom linken Rand in die Mitte. Da die Zurück-Geste sehr gut reagiert, bekommt man nahezu keine Möglichkeit, die Seitenleiste des Stores auf diese Weise zu öffnen. Hier bleibt lediglich der Weg offen, die Sidebar per Hamburger Icon zu öffnen. Doch auch dieser Kampf wird schon bald sein Ende finden. Mit dem Update auf Android 10 wird die Gestensteuerung um eine Funktion erweitert. Mithilfe dieser Funktion ist es nun problemlos möglich, die Seitenleisten von Apps zu öffnen. Hierfür genügt ein Wisch vom oberen linken Rand in die Mitte.

Ein weiteres Problem in Bezug auf die Gestensteuerung konnte ich in einigen Messenger Apps entdecken. Zum Einen gibt es beispielsweise in WhatsApp die Möglichkeit, per Swipe nach rechts auf Nachrichten im Chat zu antworten. Um hierfür einen Workaround einzubauen, sollte man die Mitte der Nachrichtenblase zum rechten Rand swipen. Das größere Manko ist jedoch der Sprachnachrichten Button. Da wir bei der Gestensteuerung auf die Navigationsleiste verzichten, rutscht der dafür vorgesehene Button neben dem Eingabefeld sehr weit nach unten. Versucht man den Button zu betätigen, reagiert er nicht darauf, da wir uns zu nah am Rand befinden. Mein Workaround ist hier die Tastatur zu aktivieren, um den Button auf die Hälfte des Bildschirms zu bekommen.

Natürlich würde man sich bei diesen Problemen zweimal überlegen, die Gestensteuerung einzuschalten, doch es lohnt sich. Mit diesen Kompromissen kann man leben, die Gestensteuerung funktioniert nämlich sehr gut und macht die Navigation deutlich angenehmer als über den klassischen Weg. Dass dieser Weg der Bedienung auch auch seitens Google gewollt ist, sieht man an der Tatsache, dass Google mit Android 10 eine sehr ähnliche Gestensteuerung eingeführt hat. Hier konnte HONOR also dem Betriebssystemhersteller voraus sein und als Vorbild dienen.

Was ich mir in Zukunft wünsche ist die Möglichkeit, dass ich für diverse Apps einen benutzerdefinierten Rand festlegen kann. So würde ich für WhatsApp einen dünnen Rand auf der Unterseite definieren, damit ich meine Sprachnachrichten ohne weitere Einschränkungen benutzen kann. Man hat bereits mit der Notch- und Vollbildausnahmen einen guten Anfang gesetzt – jetzt fehlt in meinen Augen nur noch der Feinschliff.

Ein letzter Punkt zum Thema Gestensteuerung. Meine Empfehlung ist hier den vorinstallierten Launcher zu verwenden, da der Launcher auf die Steuerung abgestimmt ist. Ich habe andere Launcher ausprobiert und war mit der Gestensteuerung nicht zufrieden. Es hat zwar funktioniert, konnte aber bei Weitem nicht den selben Komfort in Sachen Zuverlässigkeit bieten.

Wieso ich andere Launcher getestet habe? Zum Einen gibt es sehr viele Symbolpakete, um die Symbole etwas einheitlicher/schöner zu gestalten. Die abgerundeten viereckigen Symbole von HONOR sind zwar sehr elegant, aber ich habe mich in den letzten Jahren an ein bestimmtes Paket gewöhnt und wollte dies weiterhin benutzen. Der Launcher bietet mir jedoch keine Möglichkeit an, meine favorisierten Symbolpakete einzustellen.
Desweiteren finde ich die Gestensteuerung zwar sehr gut, aber in Android 9 nicht zu Ende gedacht. Statt den App Drawer (das Startmenü von Android) mit einer Geste zu öffnen, setzt HONOR weiterhin auf einen Knopf im Dock. Ich bin gezwungen einen Knopf zu drücken und unterbreche dadurch den Gestenflow. Hinzu kommt, nur maximal vier Symbole im Dock halten zu können, obwohl mir fünf definitiv lieber wären.

Nur gut, dass Magic UI 3.0 (Android 10) genau diesen App Drawer Button entfernt. Ich kann nun meine fünf Lieblingsapps in der Dock lassen und mit einer Geste den Drawer öffnen. Fehlt nur noch die Möglichkeit, Symbolpakete von Dritten einzurichten. Wow, das Unternehmen scheint wohl meine Gedanken etwas zu lesen.

Drei Worte, die das Betriebssystem beschreiben und ich öfters geschrieben habe: Zugeschnitten und angepasst.
Ruckler? Ladezeiten? Hoher Akkuverbrauch? Lange Updatezyklen?
Das sind alles Fragen, die ich öfters in Bezug auf Smartphones höre, aber diese Fragen stelle ich schon gar nicht. Das System läuft flüssig und schnell, Apps sind schnell geöffnet wie auch geschlossen oder gewechselt. Höchstens bei der Verwendung des Splitscreens können kurze Verzögerungen entstehen. Je nachdem, was man zeitgleich nutzen möchte. Der Akku hält gut, aber dazu später. Es gibt dennoch einen Punkt, welcher mich sehr überrascht hat – und zwar die Updatezyklen von HONOR. Innerhalb von Wochen sind die aktuellsten Sicherheitspatches veröffentlicht. Google veröffentlicht am 9. September 2019 das neue Betriebssystem Android 10, nach nur acht Wochen habe ich das Major Update bereits angepasst auf meinem Gerät – besser kann man es nur mit Google Geräten haben?!

Bei so viel positiven Aspekten muss es doch auch Kritik geben, oder? Leider ja – ein Punkt, der mich stört und den ich nicht gelöst bekommen habe ist das automatische Starten von Apps. Ich benutze unterwegs die Android Auto App, die sich normalerweise automatisch öffnet, sobald sich mein Smartphone mit meinem Auto über Bluetooth verbindet. Diese Funktion funktioniert bei mir nicht mit dem HONOR 20. Meine Vermutung war, dass die Akkuoptimierung die App schließt. Jedoch hatte ich denselben Fehler, nachdem ich diese Akku Optimierung deaktiviert habe. Schade, denn bisher war ich an diesen Automatismus gewöhnt und konnte den Luxus der automatisierten Android Auto App genießen. Vielleicht findet ihr ein Workaround für das Problem? Schreibt ein Kommentar oder berichtet es gerne im HONOR Club.

Gehen wir nochmal kurz zurück auf das Thema Design. Möchte ich dem Standard aussehen, etwas ändern oder auf meine Bedürfnisse anpassen wollen, kann ich entweder über die Designs App auf die Huawei / HONOR Design Store oder über den Google Play Store EMUI Designs herunterladen. Die Community dahinter ist sehr groß und es gibt viel Auswahl. Was mir fehlt, ist die Möglichkeit, grundlegende Sachen wie Symbolpakete oder eine Akzentfarbe anzupassen, wie beispielsweise bei OnePlus ermöglicht wird. Dort kann ich die Farben auf meine Bedürfnisse anpassen, alles bleibt gleich nur die Farbe verändert sich. Zwar kommt mit Magic UI 3.0 die Möglichkeit, einen Dark Mode zu aktivieren, dennoch gibt es keine weiteren Anpassungsmöglichkeiten.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass der Name Magic UI Programm ist. Die Benutzeroberfläche hat mich verzaubert und ich sehe viele Stärken, die mir bei den Ein oder Anderen Herstellern sogar komplett fehlen. Ein durchdachtes sehr schnelles und stabiles System, das wie am ersten Tag läuft und das, obwohl täglich neues dazu kommt. Ich bin schon gespannt darauf, noch mehr Funktionen für mich zu entdecken oder sogar in meinen Beruf zu integrieren – so zum Beispiel Magic UI Desktop oder Bestandteile der Huawei Mobile Services.

Kamera

Die Kamera wird immer mehr zum Hauptargument für den Kauf eines Smartphones. Vergleicht man verschiedene Geräte, ist die Kamera meistens ein wichtiger Punkt. Daher habe ich mir auch die Kamera zu Herzen genommen und ein paar Aufnahmen gemacht.

Fotografieren mit dem HONOR 20 macht viel Spaß und die Ergebnisse lassen sich auch sehen. Vor allem Natur- oder farbenfrohe Bilder finde ich persönlich sehr gut gelungen. Ist man kein großer Fotografie Experte wie ich, kann man dank der künstlichen Intelligenz (AI-Fotografie) auf automatische Anpassungen der Einstellungen zurückgreifen. Bei meinen Tests konnte die Funktion oftmals das Bild optimieren, lediglich bei dunklen- /Nachtaufnahmen ist eine manuelle Anpassung die bessere Lösung.

Da Bilder mehr als tausend Worte sagen, schaut euch einfach die Aufnahmen an und beurteilt selber.

  • HONOR 20 Griechenland, Kreta
  • HONOR 20 Gamescom Netflix Room
  • HONOR 20 Griechenland, Kreta

Ausgestattet ist das Gerät mit insgesamt vier Linsen. Bei schlechten Lichtverhältnissen sorgt die LED auf der Geräte Rückseite für ausreichend Licht. Für den Fall, dass Bilder mit der Frontkamera bei schlechten Lichtverhältnissen geschossen werden, dient der Front Blitz als praktisches Hilfsmittel. Dies wird insofern umgesetzt, dass der Bildschirm weiß wird und auf maximaler Helligkeit aufleuchtet.

HONOR setzt beim HONOR 20 und HONOR 20 Pro nahezu die identischen Linsen ein. Der einzige Unterschied zwischen dem HONOR 20 und HONOR 20 Pro liegt bei einer Linse. Dem Pro Modell wird eine 8MP Telefoto Linse spendiert, welche einen 3-fach optischen Zoom ermöglicht. Auf diese Linse verzichtet das HONOR 20 und bietet stattdessen eine 2MP Linse zur Tiefenschärfe. Ein Verzicht mit dem ich gut leben kann – der ein oder andere Fotograf unter uns wird hier aber sicherlich lieber auf das HONOR 20 Pro zurückgreifen, welches oftmals noch bessere Ergebnisse liefern kann.

Konnektivität

Wie typisch bei allen HONOR bzw. Huawei Geräten ist das HONOR 20 mit einem Dual SIM Slot ausgestattet, welcher sowohl beide LTE (Dual LTE), VoLTE als auch WiFi Call unterstützt. Dies sind alles Funktionen, die ich häufig verwende, da ich das Gerät privat und geschäftlich verwende. Probleme hatte ich bisher keine – möchte ich das Datennetz wechseln, finde ich unter der Dual SIM Einstellung die Option dazu. Nach einer kurzen Trennung hat sich das Gerät in das von mir ausgewählte Netz eingewählt und steht wieder wie gewohnt zur Verfügung.
An dieser Stelle noch einen Kritikpunkt: Ein Schalter im Benachrichtigungsfeld wäre eine große Erleichterung, denn der Weg über Einstellungen -> Mobilfunknetz -> SIM-Verwaltung -> Standard für mobile Daten sind einfach zu viele Punkte.

Die Gesprächsqualität ist sehr gut, jeder versteht mich klar und deutlich und ich verstehe die Leute ebenfalls gut. Gleiche Ergebnisse gibt es auch bei Internettelefonie über Skype oder WhatsApp und die WiFi Calling Funktion, Mobilfunktelefonat über WLAN – dies hängt natürlich von der Internetverbindung ab.

Über das WLAN gibt es nicht viel zu berichten, das Gerät ist mit dem neusten Standard ausgestattet und ich konnte keine Probleme in meinem Heimnetz feststellen, weder Abbrüche noch langsame Downloads. Der neueste Bluetooth Standard 5.0 wurde auch direkt mit geliefert. Bei der Verbindung zu meiner Freisprechanlage, Kopfhörer oder Mi Band gab es keine Probleme. Die Bezahlung über NFC mit Google Play lief ebenfalls problemlos und zuverlässig.

Das HONOR 20 kommt mit dem neusten Standard und erledigt den Job mit Bravour. Sei es viele Telefonate oder die Erstellung eines persönlichen Hotspots bzw. einer WiFi Bridge, all das ist keine Herausforderung für das Gerät.

Akku-Laufzeit

Verbaut ist ein 3750 mAh Akku großer Akku. Ausreichend für ein bis zwei Tage, sofern man sich aufs Minimum beschränkt. Ansonsten übersteht der Akku problemlos einen sehr intensiven Tag.

Sollte die Gaming Zeit bei euch einen hohen Anteil haben und den Akku schnell leeren, ist es ebenso schnell möglich über die eigen entwickelte Ladetechnologie HONOR SuperCharge, das Gerät innerhalb von einer halben Stunde auf 50 % Akku aufzuladen. Im Test bestätigten sich diese Werte. Ab und an habe ich Abends eine verbleibende Akkuleistung von 20% festgestellt, sodass ich kurz an die SuperCharge Dose (Indikator sind hier die lila USB Konnektoren) musste. Nach ungefähr 20 Minuten konnte der Akku somit auf über 50% geladen werden – für mich eine sehr gute und zuverlässige Technologie. Beachten muss man dennoch, dass man das passende USB-C Ladekabel sowie das SuperCharge Netzteil einsetzt, um solche Geschwindigkeiten zu garantieren. Der Preis für diese Netzstecker inkl. Kabel liegen mittlerweile bei unter 20€. Andere Hersteller z. B. OnePlus liegen hier preislich deutlich höher, hier kosten die Netzteile ohne Kabel schon 50€.

Wireless Charging ist leider nicht mit an Bord. Der Trend, kabellos sein Gerät aufzuladen, kommt wieder. Immer mehr Hersteller bieten diese Funktion an und anderen Firmen z. B. Möbelhersteller integrieren Wireless Charging Stationen in ihren Produkten. Schade eigentlich, mein letztes Wireless Charging fähiges Smartphone war das Nexus 5 und ich habe diese Funktionen sehr geschätzt. Bleibt nur zu hoffen, dass HONOR ihre Feature-Liste mit dieser Funktion erweitern.

Preis & Verfügbarkeit

Angekündigt wurde das HONOR 20 im Mai 2019 auf dem Global Launch in London. Um genau zu sein exakt zwei Tage, nachdem die USA den Mutterkonzern auf die Entity Liste gesetzt hat. Dennoch wurde das Gerät im Juni 2019 veröffentlicht. Neben Online-Händlern (Amazon.de, Cyberport etc.) kann das Gerät auch über den offiziellen HiHONOR Store erworben werden.
Der Preis liegt bei 499,90 € für das Gerät mit 6GB RAM, 128GB internen Speicher und die Farben Midnight Black oder Sapphire Blue. Mittlerweile ist der Preis auf unter 400 Euro gesunken, wodurch das Smartphone für viele Kunden sicherlich interessant geworden sein dürfte.

Bei der Auswahl sollte man sich die Farben genauer anschauen und entscheiden, welche man persönlich bevorzugt. Wichtig ist es auch zu wissen, wie viel Speicherplatz man benötigt, da die Geräte keine Möglichkeit haben den Speicher zu erwarten. Werden mehr als 128GB interner Speicher benötigt, sollte man das HONOR 20 Pro in nähere Betrachtung ziehen.

Fazit

Steht das HONOR 20 im Schatten des Pro Modells oder kann es sich behaupten? Meiner Meinung nach ist das HONOR 20 ein ausgewogenes Gerät zu einem guten Preis. Das Smartphone bietet interessante Features wie die Gestensteuerung, erhält zeitnah Updates (inkl. Major Update auf Android 10) und erledigt die alltägliche Arbeit schnell und stabil. Grund dafür ist die auf sich gestimmte Hardware, die teilweise aus eigener Hand kommt. Der Preis von 499,90 € ist daher meiner Meinung nach gerechtfertigt und vollkommen in Ordnung. Das Gerät wird außerdem in einem “Auspacken und Loslegen” Zustand geliefert, d.h. mit Schutzhülle und Schutzfolie. Dies kann man nicht unbedingt von jedem Hersteller erwarten.

Lohnt sich die 100 € für das Pro Modell? In meinen Augen gibt es drei gerechtfertigte Gründe, sich für das Pro Modell zu entscheiden.

  1. Die bessere Kamera, mit 3-fach optischem Zoom
  2. Die 256GB internen Speicher
  3. Die Farbauswahl

Wenn alle drei Punkte unwichtig ist, dann macht man mit dem HONOR 20 nichts falsch. Zum Schluss kann ich zusammenfassen, dass es überwiegend positive Argumente für das HONOR 20 gibt. Negative Aspekte können großteils über Software Updates korrigiert werden – so beispielsweise das “Mobilfunk Wechseln” Symbol für die Benachrichtigungsleiste. Aspekte wie Wireless Charging oder ein OLED Display fehlen hier zwar noch immer, dennoch hoffe ich, dass HONOR sich mit den nächsten Modellen in diesen Punkten verbessert. Dafür, dass es sich um mein erstes HONOR Smartphone handelt, kann ich echt zufrieden auf meinen Testzeitraum zurückblicken – sodass mir die bisher fehlenden Punkte nicht unbedingt weh getan haben.

Bewertung

8.8 Awesome

Mit dem HONOR 20 seid ihr bestens unterwegs. Wenn euch die 128 GB interner Speicher und die Farben schwarz bzw. blau als Auswahl ausreichend sind, dann macht ihr nichts falsch.
Ein starker Fingerabdrucksensor, ausreichendes Display und ausdauernder Akku machen das HONOR 20 zum perfekten Alltagsbegleiter.

  • Leistung 10
  • Display 8
  • Kamera Fotos 8
  • Kamera Video 8
  • Software 9
  • Design & Haptik 9
  • Technische Ausstattung 9
  • Akku 10
  • Preis 8
  • Nutzerbewertungen (0 Stimmen) 0
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Über den Autor

Steve Kirby

26, Technikbegeisterer Blogger

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