Am Mittwoch hat Honor nach Berlin eingeladen. Wir haben euch ja bereits im Vorfeld davon berichtet und auch die Möglichkeit gegeben, bei einem Produktlaunch live dabei sein zu können. Für uns war Sascha in der Hauptstadt und hat euch auf unseren Social Media Kanälen schon mit den wichtigsten Informationen versorgt. In diesem Beitrag wollen wir aber noch mal die wichtigsten Punkte zusammenfassen, welche es diese Woche zu sehen gab.

Honor 8 Pro und Honor 6c

Honor 8 Pro

Das Event wurde ganz stark von dem Honor 8 Pro dominiert. Das Gerät ist das mit Abstand technisch leistungsstärkste, welches der mutige Smartphonehersteller bisher veröffentlicht hat. Ausgestattet mit einem sehr großen 5,7 Zoll Quad HD (2560 x 1440 Pixel) Gorilla Glass 3 Display, welches 515 ppi und 2,5D-Glas bietet, ist es auch eines der größten von Honor bisher veröffentlichten Geräte. Mit einem Gehäuse-Bildschirm Verhältnis von 74 Prozent (laut offizieller Pressemitteilung 79 Prozent), lässt der Hersteller das Gerät keineswegs klobig wirken . Erkennen kann man das auch an den Maßen: 157 mm x 77,5 mm x 6.97 mm. Besonders die Tiefe beeindruckt, denn 6,97 mm sind definitiv eine Ansage! Das ist verdammt dünn und sieht, zusammen mit dem sogenannten „Metall-Körper-Design“, auch sehr gut aus. Lediglich das Gewicht von 184 Gramm schreckt ein wenig ab.

Die inneren Werte

Im Inneren des neuen Flaggschiffs verrichtet ein bereits aus dem Honor V9 oder Huawei P10 bekannter HiSilicon Kirin 960 Chip seinen Dienst. Dieser zählt acht Kerne und taktet mit 4 x 2,4 GHz + 4 x 1,8 GHz. Ihm zur Seite steht neben dem sechs Gigabyte großen Arbeitsspeicher eine Mali G-71 GPU mit Vulkan-API, welche in Labortests für eine bis zu 400 Prozent verbesserte Grafikleistung sorgen soll und die CPU durch neue Aufgabenbereiche entlasten soll. Der interne Speicher ist mit 64 Gigabyte recht großzügig bemessen und kann sogar mithilfe einer microSD-Karte um bis zu 128 Gigabyte erweitert werden. Falls man sich für diese Erweiterung entscheiden sollte, ist jedoch Dual-SIM nicht mehr möglich, da es sich um einen Hybrid-Slot handelt, der entweder zwei Nano SIM-Karten oder eine Nano SIM-Karte und eine MicroSD Speicherkarte aufnehmen kann. Für ordentlich Saft steht ein groß bemessener 4000 mAh Akku bereit, der hoffentlich seine Versprechen halten kann und für eine gute Laufzeit sorgen wird – High-End-Ausrüstung braucht ja auch viel Energie.

 

Unterseite Honor 8 Pro

 

Kamera

Bei der Kamera hat man sich wohl einiges vom Mutterkonzern abgeschaut: das Honor 8 Pro besitzt eine Technologie, die gerade sehr im Trend liegt – Dual Kamera. Es gibt einen zwölf Megapixel RGB-Sensor für farbige Fotografien und einen zwölf Megapixel Monochrom-Sensor für ausgeprägte Schwarz-Weiß Bilder. In Kombination ist durch die beiden Kameras eine natürliche Linsenöffnung von f/0.95 bis f/16 möglich, welche sogar als Live-Vorschau angezeigt werden kann. Des weiteren ist es möglich, dreidimensional-ähnliche Bilder mit dem Honor 8 Pro zu schießen. Außerdem ist es möglich, Videos in 4K aufzunehmen und Selfies mit der starken acht Megapixel Frontkamera zu knipsen.

 

Dual Lens Honor 8 Pro

 

Software

Softwaretechnisch setzt man auf das neueste EMUI in der Version 5.1 in Kombination mit Android 7.0 Nougat. Durch einen intelligenten Mechanismus soll das Handy Nutzungsgewohnheiten automatisch erkennen. Öffnet ihr also beispielsweise jeden Morgen um 7:30 Uhr Twitter, so wird die Twitter App im Hintergrund bereits vorgeladen, damit die Bedienung anschließend flüssiger funktioniert. Des Weiteren reduziert das sogenannte „Smart File System“ die Fragmentierung der Dateien – das ist besonders auf längere Sicht gesehen sehr vorteilhaft für die Leistung des Handys. Beide Dinge klingen gut, allerdings ist natürlich noch fraglich, inwiefern das dann auch in der Realität umgesetzt wird. Denn bei fast endlos vielen Nutzerszenarien kann man nicht jede Gewohnheit voraussehen und es somit auch nicht jedem Recht machen.

Preis und Verfügbarkeit

Honor betritt neue Pfade – auch preislich, denn mit dem Honor 8 Pro gibt es hier ein Novum. Das Flaggschiff der Chinesen besitzt eine unverbindliche Preisempfehlung von 549 Euro! Wer bereit ist, soviel für das Honor 8 Pro zu bezahlen, kann das Gerät bereits vorbestellen. Wie gewohnt entweder bei vmall.eu oder – und das ist neu – exklusiv bei o2. Honor hat sich also in eine Partnerschaft mit dem Provider begeben und erhofft sich somit, weitere Kunden anzusprechen. Im Gegenzug räumt man o2-Vorbestellern das Recht ein, das Handy bereits ab dem 21. April geliefert zu bekommen. In den o2-Shops geht es erst drei Tage später, am 24. April, los. Zu ähnlicher Zeit sollten auch alle anderen, üblichen Partner das Handy anbieten. Farblich hat der Kunde Midnight Black, Platinum Gold und Navy Blue zur Auswahl.

 

 

Honor 6c

Im Rampenlicht des Honor 8 Pro hat das Unternehmen mit dem Honor 6c noch ein weiteres Smartphone präsentiert, welches mit vielversprechender Mitteklasse Performance an seine Nutzer herantreten soll. Das Gerät ist mit 5 Zoll, 2,5D Edge Display und einer HD Auflösung (1280 x 720 Pixel) wesentlich kleiner dimensioniert, soll aber ideologisch im Preis-Leistungs Segment ganz vorne mitmischen können. Mit 138 Gramm kommt das Gewicht trotz des größeren Geräts einem iPhone 7 gleich. Neben dem „kompakten“ Format soll auch ein sehr schneller Fingerabdruckscanner binnen 0,3 Sekunden reagieren und zu einer verbesserten User Experience führen.

Die inneren Werte

Mit dem Honor 6c setzt das chinesische Unternehmen auf keinen HiSilicon Chip. Stattdessen gibt ein Qualcomm MSM8940 64-bit mit acht Kernen (4 x 1,4 GHz + 4 x 1,1GHz) den Takt an.
Schade, wenn man als vergleichbare Konkurrenz das P8 lite 2017 betrachtet und hier der wesentlich stärkere Kirin HiSilicon 655 (4 x 2,1 GHz + 4 x 1,7 GHz) zum Einsatz kommt. Der Arbeitsspeicher von 3GB dürfte das Gerät ausreichend versorgen, 32GB interner Speicher sind nichts besonderes aber sollten für die meisten Nutzer ausreichend sein. Hier bietet das P8 lite 2017 mit 16GB nur die Hälfte an. Wie auch im Honor 8 Pro, kommt beim Honor 6c ein Hybrid Slot zum Einsatz. So besteht die Auswahl zwischen Dual SIM oder Speichererweiterung. Entscheidet man sich für eine MicroSD Karte oder benötigt keine zweite SIM Karte, kann der interne Speicher bis zu 128GB erweitert werden. Ein leistungsstarker 3.020mAh Akku sorgt für genug Energie, um mit dem Smartphone problemlos durch den Tag zu kommen – schön, dass sich Honor für einen solch großen Akku entschieden hat!

Kamera

Auf der Rückseite verspricht die Hauptkamera mit 13MP und einer f/2.2 Blende tolle Bilder und Aufnahmen in Full HD Qualität. Auf der Front sorgt eine 5MP Kamera für die Selfies und Videotelefonie, in welcher ebenfalls eine f/2.2 Blende eingesetzt wird. Hier hätte honor vielleicht über eine 8MP Linse nachdenken können, um sich etwas von anderen Mittelklasse Geräten abzuheben oder gar gleichzuziehen. Wie herausragend die Qualität nun wirklich ist, kann ich nicht beurteilen – hier sollte man auf die ersten Aufnahmen warten.

Software

Enttäuschend ist die eingesetzte Software Version auf dem Honor 6c. Während sich die meisten Kunden über EMUI 5.0 mit Android 7 Nougat freuen würden (siehe Huawei P8 lite 2017), kommt auf dem Honor 6c noch immer EMUI 4.1 mit Android 6 Marshmallow zum Einsatz. Zwar scheint man EMUI 5.1 als exklusive Version für das Honor 8 Pro sowie Huawei P10 / P10 Plus einzusetzen, dennoch wäre zumindest der Schritt auf Android 7.0 und EMUI 5 wünschenswert gewesen! Ob dies einige Nutzer vom Kauf abschreckt, wird sich herausstellen – denkbar wäre es.

Preis und Verfügbarkeit

Nachdem Honor das bisher teuerste Gerät vorgestellt hat, folgt mit dem 6c ein wesentlich günstigeres Modell. Demnach ist das Honor 6c zu einer UVP von 239 Euro erhältlich.  Der Verkauf des Mittelklasse Geräts startet ab Montag, dem 24. April bei vMall. Zur Auswahl steht das Gerät in den Farben Grau, Silber und Gold – ganz ohne Midnight, Navy, Platinum oder sonstigen Bezeichnungen.

 

 

Was sagt ihr zu den neuen Geräten? Mit dem Honor 8 Pro hat das Unternehmen einen riesen Schritt in Sachen High-End Geräte gemacht. Wie wird das Gerät ankommen und wärt ihr bereit 549 Euro dafür auf die Ladentheke zu legen?

Teilen:

Über den Autor

20, Informatiker, technikbegeisterter Blogger, Tüftler und mittlerweile Rennfahrer in Vorruhestand.

Hinterlasse einen Kommentar