honor hat heute per Pressemitteilung den Nachfolger des im Oktober 2016 in China vorgestellten 6X, das honor 7X, präsentiert. Das Smartphone wird sich erneut in der Mittelklasse einreihen und versucht vor allem, mit Display, Kamera und Aussehen zu punkten.

Die Inneren Werte

Unter der Haube werkelt ein Kirin 659 Octa-Core Prozessor, der mit 4x 2,36 GHz und 4x 1,7 GHz taktet und im 16nm-Verfahren produziert wird. Unterstützt wird dieser von vier Gigabyte Arbeitsspeicher und 64 Gigabyte internem Speicher. Dieser kann bei Bedarf mithilfe einer microSD-Karte um bis zu 256 Gigabyte erweitert werden. Zudem kann sich der Käufer zwischen dem Betrieb einer SIM-Karte und einer microSD-Karte oder dem Nutzen zweier SIMs entscheiden. Als Betriebssystem kommt Android 7.0 in Kombination mit EMUI 5.1 zum Einsatz – Oreo gibt es also zum Verkaufsstart noch nicht, später jedoch sehr wahrscheinlich als OTA-Update. Um all das mit Strom zu versorgen, steht ein 3340 mAh großer Akkumulator bereit – offiziell wird von einer Nutzungsdauer von 1,43 Tagen bei normaler Nutzung gesprochen, erfahrungsgemäß weichen diese Werte jedoch je nach Nutzungsverhalten stark ab. LTE besitzt das honor 7X selbstverständlich und auch eine 3,5mm-Klinke wurde zusammen mit einem microUSB-Anschluss verbaut.

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Kamera

Besonders großen Wert legt man beim 7X auf die Kamera, mit der man sich deutlich von Mitbewerbern im Bereich der Mittelklasse abgrenzen will. Im neuesten Gerät der Chinesen ist auf der Rückseite eine Dualkamera verbaut, die mit 12/2 Megapixeln auflöst. Die beiden Sensoren arbeiten zusammen und sollen dem Anwender so die Möglichkeit geben, Bilder zu schießen, die sich besonders durch Detailtreue, ansehnliche Farben und Tiefenschärfe bzw. einen Tiefeneffekt auszeichnen. Für Letzteres soll auch die F/0.95 – F/16 Blende sorgen. Des Weiteren teilt honor mit, dass durch „intelligente Algorithmen“ und dem PDAF-Autofokus Bilder innerhalb von 0,2 Sekunden scharfgestellt werden sollen – ob das nur ein Laborwert ist, oder auch in der Praxis zu funktioniert, wird sich zeigen.
Auf jeden Fall klingt all das rein technisch zunächst nach dem 6X, welches ebenfalls mit 12/2 Megapixel-Dualkamera und PDAF-Autofokus beworben wurde. Inwiefern nun Unterschiede zwischen den Ergebnissen, die das 6X und das 7X liefert, bestehen, wird sich zeigen, wenn das 7X offiziell verfügbar ist.
Auf der Vorderseite ist ein acht Megapixel Seflie-Shooter verbaut. Integriert ist ein Portrait-Modus, so sollen Selfies besser aussehen. Ebenfalls soll es möglich sein, die Fotoauslösung durch Gesten zu starten. Klingt sehr interessant, mal sehen, wie das Ganze dann in der Praxis funktionieren wird. Schlussendlich erklärt honor zur Kamera des 7X, dass Bokeh- und Beautymodus an Bord sind und im Vergleich zu Vorgängermodellen verbessert wurden. Videos können auf beiden Seiten mit bis zu 1080p aufgenommen werden.

Display und Optik

Aber auch das Display muss gesondert erwähnt werden. Es misst 5,93 Zoll und kommt im 18:9-Format, das derzeit der letzte Schrei ist, daher. Es löst mit 2160 x 1080 Pixeln auf, woraus 407 ppi resultieren. Da das honor 7X jedoch nur 156,5 x 75,3 x 7,6 Millimeter hoch, breit und tief ist, kommt es auf ein Gehäuse-Bildschirm-Verhältnis von 79,1 Prozent. Zum Vergleich: das 6X kann 72,4 Prozent vorweisen, beim honor 9 sind es 69,9 Prozent. Das Apple iPhone 8 Plus bietet 67,3 Prozent.

Für einen guten Klang soll der „2010 Laboratory histen Audio Algorithmus“ sorgen, der unter anderem 3D Sorround bietet. honor kommentiert das mit: „Was braucht man mehr bei der nächsten Bahnfahrt oder einem
gemütlichen Tag im Freien?“
. Gewiss ist eine gute Klangtechnik im Smartphone von Vorteil, doch bei Bahnfahrten lege ich jedem Leser unseres Blogs ans Herz, bitte Kopfhörer zu nutzen. Eure Mitmenschen werden es euch danken. 😉 Und auch im Freien wäre es wohl besser, auf eine Soundbox statt auf den integrierten Handylautsprecher zu setzen.

Nichtsdestotrotz: Das Gesamtpaket macht auch optisch sehr viel her, wie ich finde. Das 165 Gramm schwere 7X steckt in einem Metall-Unibody und das Display ist abgerundet; es kommt also 2,5D-Glas zum Einsatz. Farblich kann man sich zwischen Midnight Black und Sapphire Blue entscheiden. Hier hätte ich mir noch ein paar mehr Entscheidungsmöglichkeiten gewünscht – schön stelle ich mir beispielsweise auch Metallic-Orange oder Matt-Rot vor.

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Verfügbarkeit und Preis

Verfügbar ist das honor 7X ab dem 5. Dezember auf dem hauseigenen hihonor Store. Sehr zeitnah sollen aber auch andere Vertriebspartner die Bestellungen annehmen. Ob damit auch gemeint ist, dass das honor 7X bereits am 5. Dezember offline bei MediaMarkt, Saturn und Co verfügbar ist, bezweifel ich jedoch.

Zum Preis liegen noch keine offiziellen Informationen vor. Das honor 6X kostete zu seiner Zeit neu 299 Euro, es ist also nicht abwegig, dass man sich auch dieses Mal wieder für einen Preis um die 300 Euro entscheiden könnte. Vielleicht zieht honor aber auch die Preise an und setzt vor allem auf Gewinn statt Umsatz. Sicherlich gibt es aber auch bei diesem Smartphone wieder Rabatte auf die UVP, in der Vergangenheit waren das beispielsweise die „Teilen Macht Spaß“-Aktionen.

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